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7. Die Geschichte Finnlands nach dem Zweiten Weltkrieg

Jahre der Gefahr (1944 - 1945)

Hintergrund Flagge Finnland

7.1.1 Die Erfüllung der Waffenstillstandsbedingungen


Im Pariser Friedensvertrag von 1947 kam es zu erheblichen Beschränkungen der Armeegröße und der Bewaffnung, von denen sich Finnland erst im Jahre 1990 einseitig lossagte.
Im Friedensvertrag verpflichtete sich Finnland Kriegsver-brecher zu verurteilen. Hierzu wurden auch Kriegs-schuldige, oder Personen, die den Ausbruch des Krieges beeinflußt hatten, gezählt. Die Sowjetunion gab eine Namensliste von Personen bekannt, die verurteilt werden sollten. Für die Gerichtsverfahren mußte ein Sondergerichtshof gegründet werden, dem auch Politiker (s. Tanner) angehörten. Acht während des Krieges führende Politiker wurden zu verschieden langen Haftstrafen (s. Kurztext) verurteilt. Das längste Urteil, 10 Jahre Haft, erhielt Präsident Risto Ryti.
An Reparationen mußte Finnland 300 Millionen Dollar zum Kurs des Jahres 1938 zahlen. Sechs Jahre Zahlungs-zeit wurden auf acht verlängert, und nach 1948 wurde die Entschädigungssumme halbiert. Die endgültige Entschädigungssumme von 226,5 Millionen Dollar belief sich nach dem Dollarkurs von 1952 auf ungefähr 600 Millionen Dollar. Die Reparationen betrugen in den ersten Jahren etwa 15% und in den letzten Jahren noch ungefähr 5% des Bruttosozial-produktes. Die Zahlung wurde 1952 abgeschlossen.

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