Im Jahre 1982 wurde Mauno Koivisto zum Präsidenten gewählt. Er war der erste linke Präsident. Koivisto war für seine besonnenen Gedanken bekannt: Es war schwer, ihn dazu zu bewegen, einfache Antworten zu geben. Mit Koivistos eigenen Worten läßt es sich wie folgt darstellen: "Die kürzestmögliche Beschreibung meiner eigenen Ideologie ... ist die folgende: ein vorsichtiger nicht-bürgerlicher Glaube an die parlamentarische Demokratie, in einigen Situationen an private Unternehmen und in anderen Situationen an die aktive Beteiligung des Staates an der Wirtschaft, am wirtschaftlichen Wachstum und am Ausgleich sozialer Differenzen." Koivisto setzte die finnische Außenpolitik auf der gleichen Linie fort, wie es Paasikivi und Kekkonen schon zu ihrer Zeit taten. Der FZB-Vertrag gab die Möglichkeit, sich außerhalb der Konflikte der Großmächte zu halten. In einem Interview brachte Koivisto diese Situation auf den Punkt: "Natürlich ist Finnland nicht verpflichtet, sich außerhalb der Konflikte zu halten, und es ist frei in der Entscheidung, an so viel Konflikten teilzunehmen, wie es möchte, jedoch haben wir auch das Recht - und dies haben wir schon in vielen Situationen genutzt - nicht in die Interessenkonflikte der Großmächte zu gelangen."
Koivisto wollte, daß der Präsident eine passivere Rolle einnahm. Der Präsident solle nicht den Standpunkt der Tagespolitik einnehmen, denn "wenn der Präsident anfangen würde, seinen Standpunkt über aktuelle Angelegenheiten, die von der Regierung entschieden oder zwischen den politischen Parteien zum Ziel der Gespräche wurden, zum Ausdruck zu bringen, würde dies bedeuten, daß wir mit der Entwicklung eines amerikanischen Präsidentenstaates in Finnland beginnen würden. Meiner Meinung nach kann sich der Präsident auf allgemeiner Ebene über das Weltgeschehen äußern, berufen auf das Maß, die Beschränkung oder die Moral ... Es ist besser, die Entwicklung einer parlamentarisch gezeichneten Staatsverfassung anzustreben, als eine vom Präsidentenstaat geprägte." Später in den 1980er Jahren äußerte sich Koivisto gegenüber der neuen Regierung über die Befugnisse des Präsidenten: "Ich bleibe bei meiner früheren Meinung, daß die Macht des Präsidenten eingeschränkt werden sollte. Solange es die Macht gibt, bleibt auch die Verpflichtung vorhanden, die mit dieser Macht verbunden ist. Ich möchte zwei Dinge festhalten: