Flächenverschneidung
Bei dem einfachsten Fall, wenn nämlich zwei flächenhaften Elemente miteinander geschnitten werden, entstehen drei neue Flächenkategorien: Flächen, die nur in der Karte A vorhanden sind; Flächen, die nur in der Karte B vorhanden sind; und Flächen, die in beiden Karten vorhanden sind. Auf diese Weise läßt sich z. B. die Verbreitung der Wälder oder Seen usw. zu einem bestimmten historischen Stand in bezug auf einen späteren oder auf den gegenwärtigen Stand ermitteln. Die Abbildung 3 zeigt dafür mit der Wiedergabe der Entwicklung der Ostseeinsel Ruden dafür ein Beispiel. Anmerkung 8 Weitere Beispiele für die Flächenverschneidung mit Einbeziehung von historischen Karten enthält der Band 2 des "Historischen und geographischen Atlas von Mecklenburg und Pommern". Anmerkung 9 Hier wurde die Waldverbreitung in Mecklenburg (Karte 15a) und in Pommern (Karte 16a) ausgehend von historischen Karten dargestellt. Für Mecklenburg wurde die Schmettauische Karte (1788), für Pommern die Zierholdche Karte (1783) und die Engelhardsche Karte (1811) in der Umzeichnung von W. Hartnack und G. StacheAnmerkung 10 herangezogen. Die Waldverbreitungskarten wurden dann mit der Karte "geschnitten", in der die Besitzverhältnisse dargestellt wurden. Das Ergebnis zeigt die Waldverbreitung und zugleich die wichtigsten Besitzformen an Wald am Ende des 18. Jahrhunderts. Die Abbildung 4 zeigt in schwarzweißer Wiedergabe die letztere Karte.
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