Vorbemerkungen
Der Arbeitskreis 1 befaßte sich mit der historischen Geographie, wobei die historischen Informationssysteme und Geo-Informationssysteme für Mecklenburg und Vorpommern im Vordergrund standen. Die Zielsetzung bestand darin, eine interdisziplinäre Diskussion bezüglich der Erarbeitung von historischen Informationssystemen anzuregen und damit den Historikern zu zeigen, welche methodischen Vorteile sich hinsichtlich der Einbeziehung von historischen Informationssystemen in die geschichtswissenschaftliche Forschung verbergen. Die Tagung des Arbeitskreises wurde durch eine Ausstellung begleitet, in der die Karte im Mittelpunkt stand.Anmerkung 1 Die Karte ist als historische Quelle, aber auch als Forschungs- und Darstellungsmittel ein tragendes Medium der historischen Geographie. Sie bildet eine Grundlage für die räumliche Fixierung raumbezogener Daten und stellt somit eine unerläßliche Voraussetzung für die Schaffung von historischen Informationssystemen dar. Hiermit ist bereits angedeutet, daß in der Beziehungen zwischen Karte und Geschichtsforschung verschiedene Ebenen bzw. unterschiedliche Bereiche vorhanden sind. Die Geschichtskartographie bildet traditionell ein zentrales Gebiet in dieser Beziehung. In der Ausstellung wurde die Entwicklung der Geschichtskartographie Mecklenburgs exemplarisch dargestellt: von der ersten Geschichtskarte im Ortelius-Atlas, die das Gebiet Mecklenburgs in einer Geschichtskarte zeigt bis zu der Computergeschichtskartographie. Besonders hervorzuheben ist hier der von Franz Engel begründete Historische Atlas für Mecklenburg Anmerkung 1, der auch für gegenwärtige geschichtskartographische Aktivitäten als eine wichtige Grundlage dient.