Schlußbermerkungen

Eine andere Vorgehensweise bei dem Aufbau von historischen Informationssystemen könnte mit der Verwendung von Software erreicht werden, die neben der Datenbankverbindung auch eine gute graphische Form der Datenvisualisierung liefern. Solche Programme befinden sich jedoch vor allem in der Macintosh-WeltAnmerkung 13 und demzufolge ist ihre Einbeziehung in die unmittelbare geschichtswissenschaftliche Forschung in bezug auf Mecklenburg nur bedingt möglich. Für die optimale Erfüllung bestimmter Aufgaben eignen sich auch Windows-Programme. So beispielsweise lassen sich Flächenverschneidungen mit WinGIS in sehr guter graphischer Qualität durchführen. Daher ist der anschließende Export der Datei in ein Graphikprogramm nicht unbedingt erforderlich. Im Gegensatz zu den meisten Geo-Informations- bzw. CAD-Programmen besteht bei WinGIS die Möglichkeit, Linien in Kurven umzuwandeln.Anmerkung 14 Die Anwendung der Methode der Flächenverschneidung wird in dem historischen Informationssystem für Mecklenburg u. a. für die Ermittlung des Anteils des Waldes oder der Seen in den einzelnen Gemeinden, Ämtern usw. benötigt. Über die oben umrissenen Gebiete hinaus zeichnen sich neue Aufgabenbereiche ab, die nachstehend kurz genannt werden sollen: · Herausgabe und Verbreitung von Geschichtskarten als CD-ROM-Publishing und über Datennetz; · Multimediale Einbindung von Geschichtskarten; · Anwendung der Computeranimation in der Geschichtskartographie zur Erzeugung dynamischer Geschichtskarten und dreidimensionaler virtueller historischer Räume. Diese vielfältigen Aufgaben können nur auf der Basis einer interdisziplinären Zusammenarbeit realisiert werden. Die ersten interdisziplinären Verbindungen wurden zwischen dem Fachbereich Geschichtswissenschaften und der Außenstelle des Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung sowie dem Fachbereich Informatik und Rechenzentrum der Universität Rostock aufgenommen. Die institutionelle Grundlage für die interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde durch die Gründung des Institutes für Geodäsie und Geo-Informatik und durch die Schaffung eines Forschungsverbundes Geo-Informationssysteme im wesentlichen Maße erhöht. Die ersten Erfahrungen mit der interdisziplinären Zusammenarbeit sind recht positiv und berechtigen zu der Annahme, daß wir auf diese Weise zu bedeutenden innovativen Ergebnissen kommen können.

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