Der Rahmen für die in KOGGE integrierten Themengebiete ist im Ansatz relativ breit gefaßt. Er reicht von der Darstellung landesgeschichtlich bedeutsamer Ereignisse über die Auswertung historischer Datenerhebungen bis hin zur Dokumentation von Stadtentwicklungen. Die zwischen den Themengebieten existierenden vielfältigen Beziehungen sind in KOGGE exemplarisch realisiert. Wie in Abbildung 1 erkennbar, liegt der inhaltliche Schwerpunkt von KOGGE in der Vermittlung von Informationen über Mecklenburg. Die Einbeziehung von (Vor)pommern anhand einiger Beispiele soll einerseits den gesamtgeschichtlichen Bezug zum heutigen Bundesland Mecklenburg/Vorpommern verdeutlichen und andererseits die historischen Zusammenhänge zwischen den ehemals eigenständigen deutschen Ländern Mecklenburg und Pommern andeuten.
Die eintausendjährige Geschichte Mecklenburgs bestimmt den behandelten Zeitrahmen vom 10. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Chronologien der Kartografie- und der Landesgeschichte schöpfen diesen Rahmen aus, soweit Informationen vorliegen. Zur Auswertung historischer Volkszählungen wurde ein zeitlicher Ausschnitt aus dem Gesamtrahmen gewählt. Exemplarisch können Auswertungen zu den Jahren 1888, 1896 und 1902 vorgenommen werden.Die dafür bereitgestellten Daten liegen auf Gemeindebasis vor. Sie lassen sich einerseits für einen zeitpunktorientierten regionalen Überblick über mehrere Gemeinden nutzen und andererseits zur Darstellung einer einzelnen Gemeinde bzw. Stadt in ihrer geschichtlichen Entwicklung auswerten.
Die berücksichtigten Themengebiete und bisher realisierten Inhalte demonstrieren die Vielfältigkeit von Informationen und deren Beziehungen zueinander, die ein historisches Informationssystem bereithalten kann. Es ist ein offener Ansatz, der in prinzipieller Form historische Sachgebiete computertechnologisch miteinander verbindet und so neue Möglichkeiten der Erkenntnisgewinnung erschließt.
Abbildung 1: Themenstruktur in KOGGE