Benutzungsoberfläche

Die Konzeptidee des historischen Informationssystems wurde als World-Wide-Web-Anwendung implementiert, so daß die Bedienungselemente des benutzten Web-Browsers den Rahmen der Benutzungsoberfläche bilden. Die gesamte Anwendung setzt sich aus einem Netz von HTML- und VRML-Dokumenten zusammen, die über Verweise (Hyperlinks) miteinander verbunden sind. Dabei führen diese Verweise den Benutzer einerseits durch einen Themenbereich, lassen ihn aber auch andererseits Verweisen zu anderen Themenbereichen folgen. Zur Unterstützung der Navigation sind die Einstiegspunkte zu den einzelnen Themen in einem Symbol angeordnet. Das Symbol der KOGGE-Startseite, über das die einzelnen Themengebiete erreichbar sind, wurde in jedes HTML-Dokument an gleicher Position integriert, um einerseits dem Benutzer die Information zu geben, in welchem Themenbereich er sich befindet, und ihm andererseits zu ermöglichen, über dieses Symbol jederzeit zur Startseite zurückkehren und sich so neu orientieren zu können. An der farblichen Hervorhebung von Text- und Bildelementen erkennt der Benutzer, von wo aus weitere Informationen zugreifbar sind. Zusätzlich wurden weitere Hilfsmittel zur Navigation durch die zeit- und raumbezogenen Daten des Informationssystems eingeführt. Die folgenden Interaktionsformen stehen für die Arbeit mit den unterschiedlichen Zeitebenen zur Verfügung:

* Zugriff über eine symbolische Zeitachse sowohl zu den in beiden Chronologien zu Jahrhunderten gruppierten Informationen als auch zu den Daten für die interaktive Auswertung

* Aktivierung von 3D-Modellen, die ein Stadtgebiet zu unterschiedlichen Zeiten repräsentieren, über Stadtkarten aus den entsprechenden Zeitabschnitten

* Aktivierung eines 3D-Modells, das ein Stadtgebiet zu einer anderen Zeit repräsentiert, über Identifizierung eines Objektes in der dreidimensionalen Szene, an dessen Stelle im anderen Modell Veränderungen sichtbar werden. Auf eine Reihe von Informationen kann über ihre räumlichen Bezüge zugegriffen werden. Der Begriff Raumbezug umfaßt dabei sowohl geografisch basierte Ortsangaben als auch lokale Bereiche in einem dreidimensionalen Koordinatenraum. Die vielfältigen raumbezogenen Informationsbeziehungen spiegeln sich in den folgenden Interaktionsformen wieder:

* Identifizierung einer Gemeinde über ihre geografische Repräsentation in einer digitalen Karte

* Aktivierung eines dreidimensionalen Modells eines Stadtteils durch Identifizierung des korrespondierenden Gebietes in einer zweidimensionalen Stadtkarte

* Aktivierung von Zusatzinformationen zu Teilen einer dreidimensionalen Szene durch Identifizierung der interessierenden Objekte Neben den statisch repräsentierten Informationen wie Texten, Bildern, Karten etc. enthält das System die Möglichkeit, die dreidimensionalen Modelle durch freie Navigation in Echtzeit dynamisch an den jeweils interaktiv gewählten Blickpunkt anzupassen und sie so aus jeder beliebigen Perspektive zu betrachten. Die Modelle sind als virtuelle Umgebung in Form des sogenannten Desktop-Virtual-Reality verfügbar. Alle Interaktionen innerhalb der Anwendung sind ausschließlich mit der Maus durchführbar, so daß der Benutzer nicht unnötig durch einen Wechsel des Eingabegerätes belastet wird.

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