Bereits heute werden die digitalen Daten solcher GIS-Basisvorhaben genutzt, z.B. als Grundlage der Biotopkartierung, für die Bauleitplanung, die amtliche Statistik oder auch in TOPIS (Topographisches Informationssystem des Militärs). Mit zunehmender Verfügbarkeit der Daten werden mehr und mehr Nutzer aus der Wissenschaft und Praxis in den GIS-Bereich einsteigen.
Verbindendes Element in allen diesen Datensammlungen ist der Raumbezug z.B. in Form der Gauß-Krüger-Koordinaten. Hierüber lassen sich die verschiedenen Datensammlungen verknüpfen. Das GIS stellt dabei im Sinne eines Werkzeugkastens eine Vielzahl von Funktionen zur Bearbeitung der digitalen Daten bereit. Diese Funktionen reichen von der Datenerfassung über die Datenverwaltung zur Datenanalyse und Datenpräsentation.
Dabei treten insbesondere auf der Datenerfassungsseite Verfahren wie das GPS (Global Positioning System) und die Fernerkundung in den Vordergrund. GPS als modernes Navigations- und Positionierungsverfahren gestattet die dreidimensionale Koordinatenbestimmung in Genauigkeiten von 100 m bis zum Millimeter in hoher Geschwindigkeit und dies sowohl im statischen Modus bei Standzeiten von wenigen Minuten als auch im kinematischen Modus an Bord von Fahrzeugen aller Art. Moderne Sensoren an Bord von Flugzeugen und Satelliten erlauben eine multispektrale und multitemporale Betrachtung von Teilen der Erdoberfläche. Digitale Verarbeitungsmethoden der Fernerkundung haben inzwischen einen hohen und operationellen Leistungsstand erreicht und finden ihren Einsatz in vielen Wissenschaftsbereichen.
Zentrale Bedeutung kommt jedoch in einem GIS der Datenanalyse zu. Die verschiedensten fachlichen Daten lassen sich mittels Flächenverschneidung und anderen Analysemethoden miteinander in Beziehung bringen und gemeinsam analysieren. Weiterhin ist das Relief von hohem Wert, so daß die mit der GIS-Funktionalität Digitales Geländemodell gebotenen Möglichkeiten wichtig sind. Hiermit lassen sich Höhenlinien, Neigungen, Perspektiven, Einzugsgebietsmodellierungen, Abtragsströme usw. analysieren. Selbstverständlich ist dabei auch die 3D-Visualisierung dieser Daten entscheidend.